Dorfladen Konsum

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Montag bis Freitag: 06:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 18.00 Uhr
Samstag: 6:00 bis 13:00 Uhr
Sonntag Brottheke: 8:00 bis 10:00 Uhr

Der „Konsum“ hat schon zwei Kriege überdauert

1896 bis 2016: Der Eicherscheider Dorfladen hat eine lange Tradition. Chronik von Ludwig Siebertz zu diesem Jubiläum. Viele treue Kunden.

Eicherscheid. In Jahr 2016 wurde der „Konsum“ Eicherscheid 120 Jahre alt. Seit 1896 existiert der Dorfladen bereits. Das ist ein stolzes Alter, wenn man überlegt, wie viele kleinere Geschäfte in Folge immer größerer Super-Markt-Konzentrationen in den Mittel- und Oberzentren in den vergangenen Jahren aus wirtschaftlichen Gründen in den umliegenden Ortschaften geschlossen werden mussten. Der Erfolg des Eicherscheider Dorfladens liegt wohl auch in der langen Tradition dieses Geschäftes begründet. Heute ist der „Konsum“ aus dem intakten Vereins- und Dorfleben Eicherscheids einfach nicht mehr wegzudenken. Aus Anlass dieses Jubiläums hat Ludwig Siebertz vom Arbeitskreis Geschichte Eicherscheid und Vorstandsmitglied der Konsumgenossenschaft eine Chronik speziell zum Konsum erstellt.

 

„Börjermeestesch“

1896 wurde aufgrund einer mangelhaften Versorgung im Ort ein genossenschaftsähnlicher Verband unter dem Namen „Vereinigte Handelsgesellschaft Eicherscheid“ gegründet. Die beiden Geschäftsräume befanden sich in einem Privathaus Am Weiher („Poste“ oder „Pöttertsches“). Aufgrund der guten Entwicklung wurde 1905 die Entscheidung für ein eigenes Gebäude getroffen. Federführend war hierbei der damalige Bürgermeister und Vorstand der Handelsgesellschaft Andreas Offermann („Börjermeestesch“). Dieses am jetzigen Standort erbaute Geschäftsgebäude wurde 1906 bezogen. Erst 1907 wurden die erforderlichen Grundstücksübertragungen geregelt. Weil die damalige Handelsgesellschaft nicht im Genossenschaftsregister eingetragen war, hatte Bürgermeister Offermann die Grundstücke kurzerhand privat notariell erworben; die Bezahlung erfolgte allerdings durch die Handelsgesellschaft. Erst 1925 erfolgte die Eintragung ins Genossenschaftsregister unter dem neuen Namen „Konsum-Genossenschaft mbH Eintracht“.

Während des Ersten Weltkrieges war das Angebot im Geschäft sehr begrenzt (lt. Tagebücher J. M. Förster). Das Geschäft lief immer schlechter. Hinzu kam die nach dem Krieg beginnende desaströse Inflation, so dass der „Konsum“ 1923 zunächst praktisch pleite war, aber dank eines neuen Kredits von 5000 Reichsmark in letzter Minute gerettet werden konnte.

Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 wurde das Geschäft immer schwieriger. 1941 wurde die Verfügung von Hitler erlassen, dass baldigst alle Genossenschaften aufgelöst und das Eigentum in das Gemeinschaftswerk der DAF (Deutsche Arbeiter-Front) überführt werden müssten. 1942 war es soweit: Die Genossenschaft wurde „eingegliedert“ in die DAF, Versorgungsring Würselen. Die Geschäftsanteile wurden ausbezahlt, das Restvermögen von 30 000 Reichsmark inklusive Gebäude enteignet. Das Geschäft wurde von diesem Versorgungsring bis zur Evakuierung im Oktober 1944 weiter betrieben.

Bereits zum 1. August 1946 wurde vom damaligen Bürgermeister Heinrich Küpper zur ersten Wiedergründungsversammlung im Beisein des Vertreters der englischen Besatzungsmacht, Oberst Reiss, eingeladen. In diesem Gründungsprotokoll wird deutlich, mit welchem Nachdruck die Eicherscheider für die Wiedereröffnung des Geschäftes sowie die Rückerstattung des enteigneten Gebäudes und des Barvermögens gekämpft haben. Die endgültige Entscheidung zur Wiedergründung fiel dann in einer erneuten Versammlung am 5. September 1948. Das Geschäft wurde zum 1. Dezember 1948 wieder eröffnet, allerdings wegen der starken Kriegsschäden des eigenen Gebäudes in zwei Räumen im Wohnhaus Heinrich Kaulard/Uhrmäschech, Eicherscheid 17. Zum 31. Dezember 1948 erfolgte die Rückführung des enteigneten Vermögens inklusive Gebäude an die Genossenschaft. 1950 erfolgte der Umzug in die eigenen renovierten Räumlichkeiten.

Entwicklung zum Vollsortimenter

Das Geschäft lief in der Folge sehr gut. Noch bis Ende der 1960er Jahre entwickelte sich der „Konsum“ nach und nach für die landwirtschaftlich ausgerichteten Bewohner zum Vollsortimenter. Neben einem umfangreichen Lebensmittelsortiment wurden auch Gebrauchs- und Haushaltsartikel, Textilien, Wäsche, Baustoffe, Farben, Heizmaterial, Nägel und Schrauben, landwirtschaftliche Produkte wie Melkfett, Stacheldraht etc. angeboten.

Das Geschäft entwickelte sich bis Ende der 1980er Jahre recht positiv, ehe sich dann in den Folgejahren mehr und mehr die Supermärkte und Discounter in den umliegenden Zentren mit günstigen Angeboten etablierten. Die Dorfläden hatten es zusehends schwerer, so auch der Eicherscheider Dorfladen. Viele Geschäfte in den benachbarten Orten mussten schließen, der Eicherscheider „Konsum“ konnte sich jedoch immer wieder dem drohenden Aus mit geeigneten Maßnahmen, wie Sortimentserweiterungen (zum Beispiel Backwaren), Umgestaltung der Verkaufsräumlichkeiten etc. widersetzen. 2007 wurde das Gebäude dann um einem Wintergarten erweitert. 2009 wurde Geld in eine Photovoltaik-Anlage investiert. 2008 wurden Filialen in Rollesbroich und 2009 in Rott unter der Prämisse eröffnet, über die Größe und das Geschäftsvolumen die wirtschaftlichen Verhältnisse zu stabilisieren. Der Wettbewerbsdruck hinterließ jedoch in den vergangenen Jahren auch in der Genossenschaft Eicherscheid seine Spuren. Die Geschäftsergebnisse waren insgesamt schlecht, das Geschäft in Rollesbroich wurde Ende 2014 geschlossen; auch die Zahlen für Eicherscheid und Rott waren alles andere als gut.

Hohe Standards

Zur Unterstützung der Verantwortlichen wurden in Eicherscheid und Rott im Jahr 2013 Arbeitskreise aus den jeweiligen Dörfern eingesetzt. Viele Maßnahmen wurden 2014/15 in beiden Läden realisiert, so wurde zum Beispiel in energiesparende Kühlungen und Beleuchtung investiert, das Erscheinungsbild des Eicherscheider Geschäftes deutlich verbessert, das Sortiment permanent erweitert und vieles andere mehr. Zwischenzeitlich hat sich die Lage deutlich zum Positiven verändert; in den beiden Dorfläden der Genossenschaft laufen die Geschäfte zufriedenstellend. Im Übrigen zählen die Eicherscheider Vereine bei ihren Vereinsfesten mit ihren Einkäufen seit Jahren gleichermaßen zu den guten treuen Kunden. Der hohe Qualitätsstandard wurde erst vor wenigen Wochen in beiden Geschäften wieder von einem neutralen Gutachter bestätigt.

Zudem haben 36 hiesige Gewerbetreibende, Dienstleister und Handwerker mit einer Werbung an den Außenfassaden der beiden Läden großen Anteil an der deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Konsumgenossenschaft.

Glanzpunkt Eifel 19.08.2016

Seit 120 Jahren Dorfladen „Konsum“

Der Dorfladen in Eicherscheid schaut auf eine lange Geschichte zurück – ein Erfolgsprojekt

120 Jahre, das ist schon ein stolzes Alter. Umso erstaunlicher, wenn es sich hierbei um einen kleinen Dorfladen in Eicherscheid handelt. Haben diese doch seit Jahrzehnten mit der immer größer werdenden Konkurrenz von Discountern und Vollversorgern zu kämpfen. Insbesondere in den Nordeifelgemeinden, wo ein regelrechtes Überangebot herrscht, mussten viele in den vergangenen Jahren ihren Geschäftsbetrieb einstellen. Nicht so in Eicherscheid, verfügt man doch heute über ein reichhaltiges Angebot mit Haushaltswaren, Getränken, Lebensmitteln, täglich frischen Backwaren und regionalen Delikatessen. 1896, im Jahr der Gründung, war dies anders. Damals entschlossen sich Eicherscheider Bürger aufgrund der mangelhaften Versorgung im Ort einen genossenschaftlichen Verband, die „Vereinigte Handelsgesellschaft Eicherscheid“, zu gründen. Die Verkaufsstelle war damals noch bei Arnold Hoch privat untergebracht. Aufgrund der positiven Entwicklung zog man im Jahre 1905 an den jetzigen Standort „Am Weiher“ um, welches Gebiet damals „Auf dem Scheid“ hieß. Nach Jahren des Erfolges und der positiven Entwicklung folgte durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges eine jähe Unterbrechung. In diesen Jahren verfügte man nur noch über ein begrenztes Warenangebot. In Folge der desaströsen Inflation war man im Jahr 1923 praktisch pleite. Mit Mut und einem Kredit in Höhe von 5000 Rentenmark wurde ein bescheidener Neubeginn geschafft. Der Umsatz lag seinerzeit bei 50 Rentenmark am Tag. Es folgte die Umwandlung der Firma in „Konsumgenossenschaft mbH Eintracht“ im Jahre 1925.
DSC_0003In den Wirren des zweiten Weltkrieges wurde im Jahre 1941 die Auflösung durch die Hitler-Regierung beschlossen und das Eigentum 1942 in die DAF (Deutsche-Arbeiter-Front) überführt. Die Geschäftsanteile wurden ausbezahlt, das Restvermögen enteignet. „Ein Raub in vollendetem Maße“ wie man es damals in Eicherscheid nannte. In den Nachkriegsjahren entschlossen sich mutige Eicherscheider Bürger mit leidenschaftlicher Diskussion bei Anwesenheit der Britischen Militärregierung zur Neugründung der Genossenschaft.

DSC_0022Da das Gebäude stark beschädigt war und man erst im Jahre 1950 die wieder hergerichteten Räumlichkeiten nutzen konnte, wurden die Waren in zwei Zimmern eines Eicherscheider Bürgers an anderer Stelle verkauft. Nach erfolgreichen Jahren und einem Warenangebot, welches sich von dem heutigen stark unterschied, wurde im Jahr 1974 die Konsumgenossenschaft Huppenbroich mit der aus Eicherscheid verschmolzen. „Ich kann mich noch erinnern, dass damals noch Zement, Sand, Baustoffe, Heizmaterialen, Tierbedarf und ähnliches im Sortiment des Konsum vorhanden waren“, so der erste Vorsitzende der Konsumgenossenschaft Ludwig Siebertz, der als Mitglied des Monschauer Geschichtsvereins und durch sein Interesse an der Geschichte Eicherscheid über ein umfangreiches Archiv auch über das Dorflädchen verfügt.

DSC_0018Nach Jahrzehnten des Erfolges hatte man aber auch in der jüngeren Vergangenheit einige Rückschläge zu verkraften. Die Übernahme der Dorfläden aus Rott und Rollesbroich ist eine Medaille mit zwei Seiten. Während es in Rott und Eicherscheid gut lief, brachte der umsatzschwache Laden in Rollesbroich die Konsumgenossenschaft in Bedrängnis. Nach dessen Schließung und einigen Neugestaltungen in Outfit und Sortiment, Energiesparmaßnahmen und der Gewinnung von 30 Werbepartnern blickt man durch Umsatzsteigerung und deutliche Kostenreduzierung einer positiven Zukunft entgegen. Und so wird man im September das 120-jährige Jubiläum im Rahmen des „Heimatshoppens“ begehen. Denn die Gründungsurkunde mit genauem Datum liegt leider nicht mehr vor. Jedoch können sich Kunden und Besucher auf eine kleine Ausstellung sowie die von Ludwig Siebertz zum Mitnehmen bereitgestellte Chronik „120 Jahre Konsum Eicherscheid“ freuen.

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Text & Fotos: Glanzpunkt Eifel-Mitarbeiter Peter Offermann

Die beiden Dorfläden sind auf einem sehr guten Weg

Konsumgenossenschaft legt positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 in Eicherscheid und Rott vor. Den Gewinn vervierfacht.

Eicherscheid. Den Gewinn vervierfacht, den Energieverbrauch – auch aufgrund der Erfolgsstory Photovoltaikanlage – um fast 14 000 Kwh reduziert, dazu eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent, das sind schon sehr gute Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2015 für die beiden Dorfläden in Eicherscheid und Rott.

Und so hieß ein zufriedener Vorsitzender Ludwig Siebertz Mitglieder, Vorstandkollegen und Verkäuferinnen sowie insbesondere Ortsvorsteher Günter Scheidt und die langjährige ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Luzie Kell zur Generalversammlung willkommen.

Lob für die 21 Mitarbeiter

„Vielen Dank für Euer Engagement und die hervorragende Arbeit. Neben den Kunden, die das Angebot in beiden Orten so gut annehmen, seid Ihr der Garant dafür, dass wir heute so gut dastehen. Ihr seid es uns wert, dass wir mehr als den vorgeschriebenen Mindestlohn bezahlen. Weniger Geld wäre nicht zumutbar“, so sein besonderes Lob an die 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in beiden Geschäften.

Ein Lob, dem sich die Aufsichtsratsvorsitzende Gabi Schütt, die dem Vorstand eine sehr gute Arbeit attestierte und keine Beanstandungen bei der Kassenführung sah, nur anschließen konnte. Sie hofft, wie alle Beteiligten, auf eine weitere sehr gute Kundentreue in beiden Orten.

Positiv etabliert haben sich die Werbetafeln, die den Geschäften wiederkehrende, regelmäßige Einnahmen bescherten. Hier gilt der Dank allen Sponsoren und Werbepartnern.

Umsatztechnisch lagen beide Läden im vergangenen Jahr fast gleich auf, wobei das erste Quartal in Eicherscheid eher schleppend verlief. Für das Jahr 2016 stehen als Ziele ganz klar die Steigerung des Umsatzes, eine weitere Senkung der Energiekosten und der Webauftritt, was ein Versammlungsteilnehmer als noch fehlenden Baustein der Erfolgsgeschichte Eicherscheid-Rott anmerkte, auf dem Programm. Ebenfalls sind ob des Gewinns und der Zinspolitik der EZB Sondertilgungen geplant, so Stefan Schroiff.

Die Mitgliederzahl liegt aktuell bei 651, welche insgesamt 1484 Genossenschaftsanteile halten, wie Katrin Förster bekanntgab. Ihr war es auch wichtig zu betonen, dass „wir weiterhin Verbesserungen in Absprache mit den Mitarbeitern testen werden und natürlich auch die Kunden befragen werden, wie diese ankommen.“

Abschließend war es für den Vorsitzenden obligatorisch, einigen Personen einen besonderen Dank auszusprechen: Karin Becker und Johanna Alt als ehemalige Leiterin für ihren Einsatz im Konsum Eicherscheid und ihrer Nachfolgerin Marion Förster, Beate Lennartz, die unentgeltlich die Dekoration des Schaufensters übernimmt, Frank Jansen, der sich um die Elektronik in beiden Läden kümmert, Stefan Kell, der die Pflege der IT übernimmt, Professor Dr. Nonhoff, der in Rott die wichtigsten Dinge erledigt und Ansprechpartner ist, sowie Joachim Gostek, der „immer sofort da ist, wenn es irgendetwas zu erledigen gibt“.

Gut angenommen werden beide Läden auch durch die ortsansässigen Vereine und den Rotter Kindergarten. In Eicherscheid sorgen die Vereine regelmäßig für guten Umsatz, in Rott übernahm der Saalverein die Kosten für die Verbreiterung der Türen. Für großen Umsatz sorgten auch die Freunde des WTC Klimmen, die wohl auch bei der zweiten Nordeifeltour am 29. Mai den Nahkauf in Eicherscheid für ihre Großeinkäufe nutzen werden.

„Haben lange gezittert“

Auch Ortsvorsteher Günter Scheidt hatte nur Lob parat: „Wir haben im Arbeitskreis lange gezittert und sind sehr glücklich, dass wir durch Eure gute Arbeit, die neuen Ideen und die gute Annahme in beiden Orten erst einmal in eine gesicherte Zukunft blicken können. Vielen Dank dafür an alle Beteiligten.“

Neu gewählt in den Aufsichtsrat wurde Karin Linzenich. Ihrer Vorgängerin, Schriftführerin Edith Bein, sprach Siebertz ein großes Lob für das jahrelange Engagement und die sehr gute Arbeit aus. Da sie an diesem Abend verhindert war, soll ihre Verabschiedung nachgeholt werden. Neben dem 120-jährigen Jubiläum wird man sich in diesem Jahr auch wieder an der Aktion Heimatshoppen, die das Einkaufen vor Ort stärken soll, beteiligen, damit die Erfolgsstory der Dorfläden weitergeführt werden kann.(peo)

Eifeler Nachrichten 02.05.2016

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 Quelle: Eifeler Nachrichten 14.09.2015

 

 

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Rundschreiben:

Nahkauf-Rundschreiben 30.01.2015

Liebe Eicherscheider/-innen,
wir hatten Sie Ende vergangenen Jahres grob über unsere Aktivitäten zur Verbesserung der Situation in „unserem Konsum“ informiert. Der Arbeitskreis sowie Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter haben gute Ideen zusammengetragen, die nun auch Zug um Zug in den nächsten Monaten umgesetzt werden sollen:
Leider mussten wir aus wirtschaftlichen Gründen die Wursttheke schließen, allerdings konnten wir sicherstellen, dass die Metzgerei Genter uns zukünftig auch in der bisher guten Qualität mit hygienisch verpackten Wurstwaren beliefert. Erfreulich ist auch, dass wir mit dieser notwendigen Umstellung die Auswahl an Wurstwaren erweitern konnten.
Zur besseren Information über Aktuelles von unserem Dorfladen wollen wir Sie zukünftig per Mail 2-wöchentlich über günstige Angebote oder sonstige Neuigkeiten informieren und hoffen, mit diesen Aktionen noch besser auf die Wünsche unserer Kunden-/innen eingehen zu können. Die Angebote können auch jederzeit auf den Internetseiten www.eicherscheid.de aufgerufen werden.
Neben dem unten aufgeführten und von vielen Kunden gerne genutzten bekannten Service halten wir weitere neue Angebote für Sie bereit:
• Bargeldabholung bis € 200,- (Raiffeisenbank),
• Neu!! Zahlungsmöglichkeit mit EC-Karte (ab € 15,-)
• Neu!! Hol-/Bring-/Lieferservice (dienstags und freitags)*
*Mit diesem Service bieten wir Ihnen an, Sie zu Hause zum Einkauf in unserem Dorfladen abzuholen und bringen Sie dann gerne auch wieder zurück. Gerne liefern wir Ihnen auch Ihre telefonisch bestellte Ware zu Hause an. Einfach im Konsum anrufen und Termin vereinbaren oder Bestellung durchgeben.
Für Freitag, den 06. Februar 2015 laden wir Sie herzlich zur Einstimmung auf die bevorstehenden Karnevalstage ab 09:30-12:30 und 14:30-17:00 Uhr zu frisch gebackenen Waffeln und einer guten Tasse Kaffee ein.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!! Bis bald, Ihr Konsum-Team!
Unser Service für Sie:
– Hol/Bring- und Lieferservice Hermes-Paketstelle
– Annahmestelle für Textilpflege
Anschrift: Am Weiher 4 – Tel. 02473/1396 – Fax: 02473/909271
Wir sind für Sie da:
Mo–FR: 06.00 – 12.30 / Mo, Di, Do, Fr: 14.30 – 18.00
Sa: 06.00 –13.00 / So : 08.00 – 10.00
Frischfleisch
Viele Ideen für die Rettung des „Nahkaufs“
Letzte Aktualisierung: 1. Dezember 2014, 14:54 UhrEicherscheid. In den letzten Jahren ist das Geschäft des typischen Dorfladens, bedingt durch den immer härter werdenden Wettbewerb der großen Handelsketten in den umliegenden Orten, immer schwieriger geworden.Erschwerend kommt 2015 die Zahlung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohnes hinzu. Im Oktober hatten daher der Aufsichtsrat der Konsumgenossenschaft Eicherscheid sowie Ortsvorsteher Günter Scheidt in einem Rundschreiben an alle Eicherscheider Haushalte auf die prekäre Ertragslage der Genossenschaft mit dem Dorfladen „Nahkauf“ hingewiesen und zu einem Treffen eingeladen, bei dem Möglichkeiten zur langfristigen Erhaltung des Nahkaufes im Ort erörtert werden sollten. Viele Eicherscheider waren zu diesem Treffen gekommen, bei dem Aufsichtsrat und Vorstand Hermann Gostek über die aktuelle Situation berichteten.Ergebnis des Abends war nach längerer Diskussion die Gründung eines Arbeitskreises zur Ausarbeitung eines Aktionsprogrammes zur Verbesserung der Ertragssituation. Rund 15 Eicherscheider hatten sich spontan bereiterklärt, in diesem Arbeitskreis mitzuarbeiten und ihre Erfahrungen, Ideen und Vorschläge dort einzubringen.Im November hat nun dieser Arbeitskreis gemeinsam mit Aufsichtsrat und Vorstand bereits zweimal getagt und viele Vorschläge diskutiert. Schwerpunkte waren die Mitgliederwerbung, notwendige Investitionen, Verkaufsflächengestaltung, Kostenreduzierungen, Umsatzsteigerungsmöglichkeiten wie z. B. Imageverbesserung, regelmäßige Werbung im Ort, weitere Dienstleistungsangebote, Sortiments-Erweiterungen und vieles mehr.Der Arbeitskreis erhofft sich nun weitere Anregungen aus der Bevölkerung. Nach der jüngsten Sitzung sind alle sehr zuversichtlich, schon zu Beginn des neuen Jahres erste Verbesserungen realisieren zu können. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind fest entschlossen, „ihren Konsum“ durch gezielte Verbesserungen für die Zukunft auf ein sicheres wirtschaftliches Fundament zu stellen. Vor allem möchte man die Eicherscheider sensibilisieren, zukünftig noch mehr im „Nahkauf“ einzukaufen.Viele Ideen für die Rettung des „Nahkaufs“ – Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/eifel/viele-ideen-fuer-die-rettung-des-nahkaufs-1.971044#plx1693675406

Eicherscheid 2010 0020

Ortskartell sorgt sich um den Konsum

Fortbestand des „Nahkauf“ in Eicherscheid gefährdet. Vereine wollen helfen. Vorfreude auf kommende Großveranstaltungen.
Eicherscheid. Das Eicherscheider Ortskartell hatte Mitte Juni alle Vereine nicht nur zur nächsten Routine-Sitzung ins Pfarrheim eingeladen, auch das markante Thema des Fortbestandes der im Ort seit über 100 Jahren ansässigen Konsumgenossenschaft „Nahkauf“ stand auf der Tagesordnung.
Vorstand und Aufsichtsrat des Konsums hatten um dieses Gespräch beim Ortskartell nachgesucht. Die beiden Vorsitzenden und die Aufsichtsratsvorsitzende berichteten, dass der Konsum sich derzeit „schwer tut“; der Umsatz im Eicherscheider Konsum sei seit 2009 ständig gefallen. Auch das Rollesbroicher Geschäft hatte wiederholt ein Umsatzminus zu verzeichnen. Lediglich im Rotter Konsum sind die Umsätze im vergangenen Jahr gestiegen. Auch in 2013 deuten die Zahlen in Eicherscheid auf ein weiteres Minus hin. Dies führt dazu, so Hermann Gostek, dass der Fortbestand des Konsums auf Dauer nicht mehr sicher gestellt werden kann, sofern keine nachhaltigen positiven Veränderungen erreicht werden können.
Eine von Hermann Gostek vorgelegte Arbeitsunterlage zur Verbesserung der Situation wurde kontrovers diskutiert. Einig waren sich jedoch alle Vereinsvertreter, dass der Fortbestand des Konsums für den Ort und für viele Einwohner von entscheidender Bedeutung ist, insbesondere auch für die älteren Einwohner im Ort. Die Ortsvereine wollen daher alles tun, ihre Mitglieder nochmals zu sensibilisieren, verstärkt im Konsum einzukaufen. Die Vereine selbst sind im Übrigen schon seit geraumer Zeit mit gutem Beispiel vorangegangen: Zu ihren Festen wird der Konsum für den Einkauf von Getränken als erste Adresse bereits genutzt. Eine Schließung, so die Meinung aller Vereinsvertreter, wäre für den Ort fatal und ein gewaltiger Rückschritt. Vorstand und Aufsichtsrat wollen in einem Paket weiterer Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Attraktivitätsverbesserung den Konsum wieder auf Kurs bringen. Auch soll für weitere Mitglieder der Genossenschaft geworben werden.
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Die rosarote Brille bleibt noch im Etui

Noch immer gibt es keinen Grund, die Einkaufs – und Ertragswelt der Konsumgenossenschaft Eicherscheid zufrieden durch die rosarote Brille zu betrachten, dennoch ist in der Gesamt-Entwicklung ihrer drei Läden in Eicherscheid, Rollesbroich und Rott der oft bemühte Silberstreif am Horizont unübersehbar.
Dies wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung deutlich. In der Eicherscheider Festhalle „Tenne“ begrüßte Aufsichtsratsvorsitzende Gaby Schütt dazu rund 30 Besucher, neben Führungskräften bildete deren Gros das Verkaufspersonal. Vorstandsvorsitzender Hermann Gostek führte Anteilseigner, Kunden und externe Zuhörer durch das Geschäftsjahr 2011. Er bilanzierte, bei Übernahme des Standortes Rott habe dieses Geschäft als „Patient auf der Intensivstation gelegen“. Inzwischen habe er sich prächtig erholt, sei in der Reha gewesen und verbreite Zuversicht auf Gewinn. „Dafür geht es unserem Kranken am Stützpunkt Rollesbroich schlecht, das Eicherscheider Betriebsergebnis zeitigt dagegen ein nur leichtes Minus.“
Die Handelsspanne, bedauerte Gostek, sank und damit die Einkaufskonditionen und -chancen für alle Märkte: „Der Preiskampf wird immer härter.“

Umsatzrückgang gestoppt
Gaby Schütt zeigte sich erleichtert, weil der Umsatzrückgang gestoppt wurde: „Wir können nur an die Bevölkerung aller drei Niederlassungen appellieren, im eigenen Interesse vor Ort einzukaufen und Genossenschaftsanteile zu zeichnen, um die Konsum-Präsenz auch in Zukunft zu sichern.“ Augenblicklich sind 662 Bürger mit total 1591 Anteilsscheinen Genossen.
Vorstandssprecher Gostek resümierte: „Wir haben deutlich besser gewirtschaftet als 2010 und auch die Personalkosten gesenkt, sind aber noch nicht in der Gewinnzone.“ Die Vorteile für die vollzogene Kooperation der drei Verkaufsstellen lägen auf der Hand: Kostensenkung dank gedrittelter Lastenverteilung, effektives und flexibles Einkaufsverhalten, günstigere Einkaufspreise. Die Zahl der im Berichtsjahr 2011 durchschnittlich Beschäftigten umfasste eine Vollzeitbedienung, vier Teilzeitkräfte und 27 Aushilfen.
Der Bruttoumsatz im Vorjahr betrug in Eicherscheid rund 510 470 Euro, das entspricht Einbußen von 0,5 Prozent. In Rollesbroich wurden gut 312 000 Euro und damit 3,7 Prozent weniger als 2010 erzielt. Die Filiale Rott präsentiert sich als „weißer Rabe“ mit fast 400 000 Euro Einnahmen und verbuchte damit mehr als vier Prozent Zuwachs. Der Umsatz für alle Geschäfte belief sich auf über 1,2 Millionen Euro (knapp 900 Euro mehr als 2010), der eingefahrene Verlust lag – trotz eindeutig verbesserten Ergebnissen – im vierstelligen Eurobereich.
Als ein warmer Geldregen an Einsparung erwies sich laut Gostek die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Eicherscheider Konsumgebäudes; sie erwirtschaftete 2011 über 30 Prozent höhere Erträge als ursprünglich kalkuliert.
Die positive Entwicklung des Handelshauses Rott und generell spürbare Aufwärtsimpulse der Dreierkette werten Vorstand und Aufsichtsrat als das Resultat einer laut Gostek „Verbesserung auf allen Ebenen. Eine gelungene Kombination aus die Kundschaft ansprechendem, reichem Qualitätssortiment und freundlich–kompetentem Personal ist offenkundig ein Erfolgsrezept“. Der sinnvolle Wechsel in Eicherscheid zu einem leistungsfähig liefernden Obstbauern aus Oberforstbach habe deutlich spürbare Plusakzente gesetzt, ebenso die klare Akzeptanz neuer Brotvielfalt eines Bäckers im Nahkauf Rott.
Viele Diebstähle tun weh
In Eicherscheid werde die Anschaffung eines Kühlhauses erwogen, was baulich nicht einfach zu bewerkstelligen sein wird. Ein Wermutstropfen im Aufwärtstrend der Einzelhandelskette laut Gostek: „Zahlreiche Diebstähle in den Läden, intern und extern, machen uns sehr zu schaffen, das ist heftig!“
Den Abschluss einer durchaus zu Optimismus berechtigenden Bilanz bildeten Teilneuwahlen des Vorstands und Aufsichtsrats. Vorstandsmitglied Peter Huppertz wurde erneut mit einem Mandat betraut. Er bewarb sich nach eigenem Bekunden freilich letztmalig um einen Führungsposten. Die Aufsichtsratsmitglieder Gaby Schütt, Marita Holper und Thomas Staerk blieben im Amt. Als zehntes Aufsichtsratsmitglied wurde der Rollesbroicher Klaus Völl in das Gremium berufen. (M. S.)
Fr., 29. Juni 2012, Eifeler Zeitung / Lokales / Seite 16