Bauernmuseum

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Bauernmuseum Prospekt 1

Bauernmuseum Prospekt 2

Ein Blick zurück im Bauernmuseum

Ab 9. April öffnen Anneliese und Josef Arnolds wieder ihre alte Scheune. Über 1000 Exponate aus dem bäuerlichen Leben.

Eicherscheid. Es ist wie eine Reise in eine andere Zeit: Wer das Eicherscheider Heimatmuseum von Anneliese und Josef Arnolds betritt, fühlt sich um mehr als ein halbes Jahrhundert zurückversetzt. Auf liebevolle Weise hat das Ehepaar ein ganzes Leben lang Tausende Kostbarkeiten und Altertümlichen gesammelt. Handwerkszeug und Hausrat sind auf vielfältige Weise zu bewundern. Das Museum ist direkt am Flurheckenweg in der Breite Straße gelegen, so dass sich ein Abstecher auch für Wanderer lohnt.

Ab Samstag, 9. April 2016, bis Ende Oktober ist die „alte Scheune“ für Interessierte geöffnet. Einzelausflügler wie Gruppen sind willkommen, um Anmeldung (☏ 02473/8252) wird jedoch gebeten.

Groß und Klein sind gleichsam begeistert vom reichen Fundus, der in der ehemaligen Scheune des Bauernhauses zu finden ist. Handwerkszeug und Hausrat ist auf vielfältige Weise zu bewundern. Besonders stolz ist Familie Arnolds auf den „Kappes-Schaber“, der zur Zubereitung von Sauerkraut, dem Leibgericht der Eicherscheid – so behauptet es zumindest der Volksmund.

Sieben verschiedene Sensenarten sind in Arnolds Heimatmuseum zu finden, ebenso die „Fernies“ – ein Herd aus Großmutters Zeiten – oder ein „Reff“ zur Bearbeitung von Roggenstroh fürs Fachwerkdach. Eben mit solchem Stroh war übrigens das Bauernhaus noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bedeckt. Das Bauernhaus mit Getreidespeicher und jetzigem Museum wurde 1910 erbaut.

Und selbst wer bereits einmal im Eicherscheider Heimatmuseum war, kann immer wieder kommen, schließlich füllen Anneliese und Josef Arnolds ihre Sammlung stetig auf.

Rund 1000 Exponate sind hier inzwischen zu finden. Eine Nähmaschine vom Baujahr 1922 gehört ebenso zum Ausstellungsinventar wie ein spielbereites Piano aus den Anfängen der Hausmusik. Eine mechanische, altersbemooste Schreibmaschine vom Urtyp „Adler“ (dreimal kreisen, dann erst zustoßen) verrät deutliche Spuren früher meist mühseliger Sekretärinnen-Tipperei.

08.04.2016 / Eifeler Nachrichten / Seite 18 / Lokales

Heimatmuseum »Zur alten Scheune«
ist immer einen Besuch wert

Es ist wie eine Reise in eine andere Zeit: Wer das Eicherscheider Heimatmuseum von Anneliese und Josef Arnolds betritt, fühlt sich um mehr als ein halbes Jahrhundert zurückversetzt. Auf liebevolle Weise hat das Ehepaar ein ganzes Leben lang tausende Kostbarkeiten und Altertümchen gesammelt.

Eicherscheid (Thomas Förster). Dass sich das Heimatmuseum »Zur alten Scheune« nicht nur für Heimatforscher eignet, zeigt die Vielfalt an Besuchern. »Wir haben schon viele Historiker hier gehabt«, weiß Josef Arnolds. »Wandergruppen kehren bei uns ein und auch ganze Familien verbringen schöne Stunden bei uns.« Groß und Klein sei gleichsam begeistert vom reichen Fundus, der in der ehemaligen Scheune des Bauernhauses zu finden ist.
Handwerkszeug und Hausrat ist auf vielfältige Weise zu bewundern. Besonders stolz ist Familie Arnolds auf den »Kappes-Schaber«, der zur Zubereitung von Sauerkraut, dem Leibgericht der Eicherscheid – so behauptet es zumindest der Volksmund.

Heimatmuseum »Zur alten Scheune« ist immer einen  Besuch wert

Sieben verschiedene Sensenarten sind in Arnolds Heimatmuseum zu finden, ebenso die »Fernies« – ein Herd aus Großmutters Zeiten – oder ein »Reff« zur Bearbeitung von Roggenstroh fürs Fachwerkdach. Eben mit solchem Stroh war übrigens das Bauernhaus noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bedeckt.

Und selbst wer bereits einmal im Eicherscheider Heimatmuseum war, kann immer wieder kommen, schließlich füllen Anneliese und Josef Arnolds ihre Sammlung stetig auf: »Wir besuchen Trödelmärkte auf der Suche nach altertümlichen Raritäten«, versichert Anneliese Arnolds, die schon als Kind mit dem Sammeln und sich im Jahre 2006 mit der Eröffnung des eigenen Museums einen Traum erfüllte.

Von April bis November ist die »alte Scheune« für Interessierte geöffnet. Einzelausflügler wie Gruppen sind herzlich willkommen, um eine telefonische Anmeldung (02473 / 8252) wird jedoch gebeten. »Dann können wir unsere Gäste bei ihrer Zeitreise begleiten, ihnen etwas erklären und anbieten«, freuen sich Anneliese und Josef Arnolds auf viele Besucher.


Alte Schätzchen ziehen die Grundschüler ins Museum

Ob Ackergerät oder Zuber – Im historischen Bauern- und Heimatmuseum wird die Geschichte unserer Vorfahren wieder lebendig. Nordeifel. Ab dem Jahr 2005 bauten die Eicherscheider Eheleute Josef und Anneliese Arnolds mit viel Liebe zum Detail ihre alte Scheune zu einem stilechten Bauern- und Heimatmuseum aus.

Grundschule Bauernmuseum

Seither schufen sie nach zündender Gründeridee aus ihrem privaten Grundstock Stück für Stück eine schmucke historische Stätte. Ihre Sammlung gedieh längst zum überregionalen Publikumsmagneten und umfasst mittlerweile rund tausend seltene Exponate aus „großelterlichen Eifeltagen“. So etwa wurde mit Sachkunde zusammengetragen: Vom Ackergerät bis Zuber zum „Badetag für die ganze Familie“ und die große Wäsche, Textilien und Hausrat unserer Vorfahren, Handwerkszeuge für Fachwerkhaus, Feld und Garten wie Gewerbebetriebe.

Ihr Arrangement ermöglicht die lebendige Darstellung vergangener Epochen. Eine Nähmaschine vom Baujahr 1922 gehört ebenso zum Ausstellungsinventar wie ein spielbereites Piano aus den Anfängen der Hausmusik. Eine mechanische, altersbemooste Schreibmaschine vom Urtyp „Adler“ (dreimal kreisen, dann erst zustoßen) verrät deutliche Spuren früher meist mühseliger Sekretärinnen-Tipperei. Und ein Kaufladen von „Anno Pief“ rundet die aktuelle Ausstellung ab. Die Krönung der Kollektion aber ist ein Bett aus massivem Holz, in dem die Bauersleute nach hartem Arbeitstag zur Ruhe kamen. Das Arnold‘sche Haus mit Getreidespeicher und jetzigem Museum wurde 1910 erbaut. Da traf es sich gut, dass Lehrerin Irma Ullrich von Simmeraths Grundschule im Sachunterricht der von ihr betreuten Klasse 3 b gerade den Stoff „Leben früher – Schule und die Eifeler Gesellschaft vor hundert Jahren“ erarbeitet. Da könnte kein noch so pädagogisch wertvo ller, theoretischer Ausflug in die Heimatgeschichte so viel Wissen vermitteln und informatives Anschauungsmaterial bereitstellen wie der Besuch im Museum. So erkundeten die 19 Schüler nicht nur das rustikale Eicherscheider Museum, sondern durchstreiften auch dessen romantischen Bauerngarten. Im Mini-Supermarkt von Anno dazumal fragten sie sich zweifelnd, ob es wohl vor hundert Jahren schon Gummibärchen gab? Der kleine Phil staunte nicht schlecht, „weil dieses uralte Klavier noch funktioniert“. Seiner Klassenkameradin Nadine hatten es „die vielen Gestecke und Raumschmuck von früher“ angetan. Andere blätterten wissbegierig in abgegriffenen, doch lesenswerten Bucheinbänden. Klassenlehrerin Ullrich kündigte an, „dass wir nun die Eindrücke unseres Museumsaufenthaltes im Unterricht verarbeiten“. Einig waren sich alle im Wunsch, den Ort der Erinnerung erneut zu besuchen.(M. S.)

 

SWR Hörfunk informiert sich im Bauernmuseum bei erfahrenen Landwirten über die einzigartige Heckenlandschaft in und um Eicherscheid und sendet eine Stunde lang.

SWR Hörfunk Heckenlandschaft_002