Unser Ort stellt sich vor

Der Nationalparkort (am Nationalpark Eifel) Eicherscheid liegt auf ca. 550 m Meereshöhe am Rande des Hohen Venns, es herrscht ein atlantisch geprägtes Mittelgebirgsklima mit einem mittleren Niederschlagswert von über 1000 mm; dies hat zur Folge, dass überwiegend Grünlandwirtschaft betrieben wird. Es ist ein typisches Haufendorf mit lockerer Bauweise.

Eicherscheid hat 1290 Einwohner und liegt ca. 5 km vom Mittelzentrum Simmerath entfernt. Mit diesem und mit dem Oberzentrum Aachen ist unser Ort durch eine Buslinie verbunden. Durch den Ort führt die L 106, die ins Rurtal und zum Nationalpark führt.

Eicherscheid ist ein Ort, in dem attraktives Wohnen und Arbeiten sehr gut harmoniert und eine angemessene Infrastrukturausstattung vorhanden ist. Güter für den täglichen Bedarf können im Lebensmittelladen gekauft werden, wo auch eine Backtheke vorhanden ist. Dieser Laden gehört den Mitgliedern der Konsumgenossenschaft (182 Eicherscheider Bürger) dessen Vorstand die Anfallenden Arbeiten ehrenamtlich ausführt.
Außerdem gibt es eine Sparkassenzweigstelle,zwei Autowerkstätten und einen Elektrohandel. Ausbildungsplätze werden im Handwerk und in Dienstleistungsberufen angeboten. Touristen haben die Möglichkeit im Hotel oder in der Pension zu übernachten.

64 Betriebe bieten im Ort 170 Arbeitsplätze in Gewerbe, Handwerk und Fremdenverkehr an, davon ca. 70 Frauenarbeitsplätze; nur ein verschwindend geringer Anteil der Erwerbstätigen ist arbeitslos.

Landwirtschaftliche Funktion ist mittlerweile wenig bedeutend. Einzelne Nebenerwerbsbetriebe mit Pensionsvieh und Pferde- und Schafhaltung sind erwähnenswert, wobei ein Betrieb mit Schaf- und Pferdehaltung noch im Vollerwerb tätig ist. Dieser ist Direktvermarkter für Lamm, Ziegen und Wild. Ein weiterer Betrieb hat sich auf Agrarservice spezialisiert und mäht viele Wiesen in der Umgebung des Ortes, um das Heu anschließend zu vermarkten.



Gestaltung und Entwicklung:

Ursprung unseres Ortes war ein römisches Holzfällerlager um 200 bis 300 n. Chr., ca. 1400 wurde Eicherscheid durch die ersten Siedler gegründet. Die ersten Bauten haben wohl im Bereich zwischen dem jetzigen Zentrum und der Breitestraße gestanden. Es gibt 30 denkmalgeschützte alte Bauernhäuser und 5 Naturdenkmäler. Ortstypisch sind einundeinhalb bis zweigeschossige Fachwerkbauten mit zur windexponierten Seite verlängerten Dachhälften und Windschutzhecken (Rotbuchen).

Eine Besonderheit stellen die häufigen, mit unterschiedlichen Merkzeichen (Einzelbäume, Wegekreuze, Kapellchen...) versehenen Dreiecksknoten dar (insgesamt 11 Stück).

Das Wechselspiel von Freiraum und Grünelementen und homogener, abwechslungsreicher Bebauung und Baugestalt zeichnen einen heute noch gut erkennbaren unverwechselbaren Ort. Im ganzen Ort findet man die typischen Rotbuchenhecken als Grundstückseinfriedungen. Viele ortstypische Bäume (Kastanien, Linden, Eichen, Buchen) findet man in der Dorfmitte sowie auf den typischen Dreiecksknoten oder als Durchwachse aus den Rotbuchenhecken. Die bis zu 8 Meter hohen Rotbuchenhecken, die früher als Schutz vor den rauen Winden dienten, prägen das Bild des Ortes. 5 Bäume sind zu Naturdenkmälern ernannt worden, den eindrucksvollsten Baum, eine Linde aus dem Jahre 1600, kann man an der Kirche bewundern. Zusätzliche Bäume wurden im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahme angepflanzt. Bankette mit Gras- und Krautflora sind vor fast allen Grundstücken vorhanden. Diese werden in der Regel von den Bürgern liebevoll gepflegt.

Der Friedhof ist ebenfalls mit Buchenhecken umrandet und passt sich so sehr gut an die Umgebung des Ortes an. Richtung Rurtal (Südlage) gibt es mehrere Obstwiesen.

Im Ortszentrum gibt es einen großen Dorfplatz, der mit vielfältigen Bäumen und Sträuchern bewachsen ist. Hier befindet sich auch der zentrale Spielplatz des Ortes mit einigen Ruhebänken zum Verweilen. Einen weiteren gibt es im Hinterdorf.

Weitere Spiel- und Sportplätze: 1 Rasenfußballplatz, 1 Kunstrasenplatz (2005 eingeweiht) 1 Spielwiese, 1 Ausweichsportplatz.

4 Bäche entspringen in der Umgebung des Ortes Vier Bäche, deren Läufe wegen der dort anzutreffenden Biotope zum Naturschutzgebiet erklärt wurden, entspringen in der Umgebung des Ortes; hier gibt es auch zwei Fischteiche. Ein besonderes Biotop ist oberhalb der Uhusley als Naturdenkmal ausgewiesen.

Typisch für das Ortsbild sind die vielen Blumengärten vor den Häusern, die im Sommer mit dem Blumenschmuck an fast allen Häusern ein buntes Bild abgeben. Daneben gibt es auch viele Nutzgärten, die der Selbstversorgung der Familien dienen.
Neben den Buchenhecken gibt es noch einige Mauern, die die Grundstücke begrenzen, u.a. findet man eine als Begrenzung des Kirchengrundstückes.


Umgebung:

Die unmittelbare Umgebung des Ortes wird durch die ästhetisch ansprechende und sehr gut gepflegte, kleinteilige Wiesen- und Heckenlandschaft geprägt. Diese Eicherscheider Heckenlandschaft ist zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden. Die landwirtschaftlichen Flächen werden fast ausschließlich durch eine zum Teil schon extensive Grünlandwirtschaft genutzt. (Wiese, Weide) An den Bachläufen war die Bewirtschaftung auf Grund der Hanglage nicht mehr möglich, so dass man hier Wald vorfindet.

Eine Flurbereinigung hat wegen des Widerstandes der einheimischen Landwirte glücklicherweise nicht stattgefunden; aus diesem Grunde sind die alten Heckenstrukturen erhalten geblieben. Da die durch die Hecken begrenzten Flächen für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung mit modernen Maschinen heute viel zu klein sind, wird eine große Anzahl der Flurstücke durch Schafe, Pferde und Pensionsvieh beweidet. Obwohl viele Flächen mittlerweile an Landwirte Heckenpflege
aus anderen Orten verpachtet sind, kümmern sich die Ortsansässigen nach wie vor um die aufwändige Heckenpflege.

Der Eifelverein hat Rundwanderwege um den Ort markiert, die von ihm regelmäßig gepflegt und ausgebessert werden. (Brücken, Bänke)

Außerdem wird seit diesem Jahr ein Dorfrundgang angeboten, der die Sehenswürdigkeiten des Dorfes aufzeigt. Ein Wander- und Radweg um den Ort wird im Wandermagazin Eifel-Ardennen präsentiert. Es ist geplant zum nächsten Winter eine Langlaufloipe auszuweisen, um den sanften Tourismus des Ortes zu aktivieren.