Kinder und Jugend

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Heubocken ein Riesenspaß für die Kinder

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Früher schweißtreibende Arbeit, heute ein lehrreicher Spaß: Bei hochsommerlichen Temperaturen konnten die Vorschulkinder des Kindergartens Brummkreisel Eicherscheid nochmals einen Heubock gemeinsam mit Joachim Gostek vom AK Geschichte aufstellen. Foto: Ludwig Siebertz

Eicherscheid. Prägten bis in die 1970er Jahre Heuböcke auf den Eifeler Wiesen in der Sommerzeit das Landschaftsbild unserer Region, sind diese Heuböcke heute bei der Heuernte nicht mehr zu finden. Die früher schweißtreibende manuelle Heuarbeit, wie das Mähen, Spreiten, Gassenrechen oder Bocken, wird heute von der Technik erledigt.

Die Vorschulkinder des Kindergartens Brummkreisel Eicherscheid waren daher sehr erfreut, das Heubocken der früheren Zeit noch einmal hautnah miterleben zu können.

Heike Hoff, Leiterin des Kindergartens Eicherscheid, war ebenfalls vom Vorschlag des Arbeitskreises (AK) Geschichte angetan, den Kindern die Heuernte früherer Zeit in natura einmal vor Augen zu führen, um den Kindern die Lebensweise und harte manuelle Arbeit der Großeltern bildlich näher zu bringen.

Die Begeisterung der Kinder war riesig, dieses „Heu-Event“ bei hochsommerlichen Temperaturen unter der Anleitung von Joachim Gostek vom AK Geschichte aktiv mitzugestalten und einen stattlichen Heubock aufstellen zu können. Joachim Gostek, in jungen Jahren selbst noch auf dem elterlichen Bauernhof aktiv bei der Heuernte, hatte dabei viele Fragen der Kinder zur früheren Heuernte zu beantworten.

Nach getaner Arbeit war die Begeisterung bei den Kindern groß. Wann ergibt sich sonst die Möglichkeit, sich auf einer so großen Heuwiese austoben zu können? Zum Schluss, nach so viel Arbeit, durfte das versprochene Eis für die Kinder nicht fehlen.

Im Übrigen ist der Austausch zwischen Kindergarten und AK Geschichte sehr positiv. Noch vor wenigen Wochen waren die Vorschulkinder zum zweiten Mal zum Brotbacken bei Margret und Joachim Gostek zu Gast. Im vergangenen Jahr konnten die Kinder bei einer Fotopräsentation älterer Gebäude und Ortslagen das frühere Aussehen Eicherscheids bestaunen. Weitere Aktionen sind geplant.

 

Zwei Ortsvorsteher mit Prinzessin

Kinderprinzessin

Ohne Ratsbeschluss und im Rahmen einer Ad-Hoc-Aktion wurde in dieser Woche in Eicherscheid ein Straßenname geändert. An der „ungesetzlichen“ Umwidmung beteiligt waren paradoxerweise Ortsvorsteher Günter Scheidt und sein Kollege Stefan Haas aus Simmera Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Eifel. Ohne Ratsbeschluss und im Rahmen einer Ad-Hoc-Aktion wurde in dieser Woche in Eicherscheid ein Straßenname geändert. An der „ungesetzlichen“ Umwidmung beteiligt waren paradoxerweise Ortsvorsteher Günter Scheidt und sein Kollege Stefan Haas aus Simmerath, die jedoch keinerlei schlechtes Gewissen hatten.

Das war auch nicht von Nöten, da die beiden Ortsvorsteher ein Gebot von Anne Schmidt, der Kinderprinzessin der Simmerather Karnevalsgesellschaft Sonnenfunken erfüllten, die in der Straße Zum Belgenbach wohnt.

Anne I. hatte die beiden Ortsvorsteher aufgefordert, „ihre“ Straße mit dem Schild „Kinderprinzenallee“ zu schmücken, was Haas (l.) und Scheidt (r.) dann zusammen mit Prinzessinnenführerin Tina Gerard (2. v. li.) dann wunschgemäß umsetzten.

Einen Hinweis gab Stefan Haas, auch Chef der Simmerather Sonnenfunken, der Prinzessin zum Schluss auch noch augenzwinkernd: „Und denk´ bitte dran, das Schild muss jeden Morgen geputzt werden“.

Zwei Ortsvorsteher mit Prinzessin – Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/eifel/zwei-ortsvorsteher-mit-prinzessin-1.1012040#plx1694670553

Jugend

von Thomas Förster

Im Sinne der Eltern, aber sicher auch der Kinder und Jugendlichen, ist man auch im ländlichen Raum bemüht, die jüngere Generation „von der Straße“ zu bekommen. In geordneten Strukturen, wie etwa Vereinen oder sonstigen offenen Institutionen, ist es einfacher, den Kindern und Jugendlichen zwar Freiraum zu gewähren, sie dennoch halbwegs unter Kontrolle zu halten.

In unserem Ort läuft dies sehr vorbildlich ab: so gibt es neben den vorgestellten sport- oder musiktreibenden Vereinen oder der Feuerwehr eine großes Freizeitangebot für die Kids.

Vorreiter Endstation 88

Vorreiter ist da sicherlich die Endstation 88. Im Jahre 1988 von einer Gruppe Jugendlicher im Pfarrheim gegründet, hat sich der erfolgreichste Veranstalter von Beatbällen in der Region entwickelt. Zunächst wurde der erweiterte Freundeskreis zum offenen Treff oder kleineren Feten in die Räumlichkeiten des Eicherscheider Pfarrheims geladen. Doch mit zunehmender Begeisterung der hiesigen Jugend und stetig steigendem Musik- und Licht-Equipment trat man Anfang der 90er das Abenteuer an, eine Fete im Festzelt zu veranstalten. Mit dem Bau der Vereinshalle nahm die Erfolgsgeschichte keinen Abbruch. Seit 1997 werden nunmehr jährlich zehn Beatbälle in der „Tenne“ veranstaltet, die nahezu Disco-Charakter angenommen haben und zu denen durchschnittlich 800 Jugendliche und Junggebliebene nach Eicherscheid kommen. Somit wird nicht nur den Eicherscheider Kids ermöglicht, sich in einer etwas anderen Institution zu engagieren, sondern der jüngeren Generation der ganzen Eifel ein toller Ort zum Feiern geboten.

Im nahe gelegenen Gemeinschaftshaus hat die Grenzlandjugend ihre Zelte aufgeschlagen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen kommen die Ü20-jährigen dort zusammen, um sich zu treffen oder gemeinsame Unternehmungen zu starten.

Seit 1998 ist zudem das Pfarrheim wieder für die Eicherscheider Jugend geöffnet worden. Auf Initiative der damaligen Firmlinge wurden die Kellerräume jugendfreundlich umgestaltet. Ob Kickern, Billard spielen oder einfach gemeinsam Fernsehen – an bestimmte Regeln gebunden ist dort den Kids unter 18 Jahren ein beliebter Aufenthaltsort geschaffen worden.

Rund 15 Jahre durften sich die Jugendlichen als Laien-Schauspieler versuchen. Auf Initiative des heutigen Ortskartell-Vorsitzenden Winfried Löhrer wurden von Mitte der 80er bis Ende der 90er Jahre eigene Drehbücher geschrieben und Filme, vom Kurzkrimi bis hin zur Darbietung von „Knasterbax“ oder der „Eifel-Klinik“ gefertigt.

Seit knapp 15 Jahren werden zudem Mädchen und Jungen ab dem dritten Schuljahr zum Basteln und Werken geladen. In unterschiedlichen Gruppen, in denen die Kids ihre verschiedensten Interessen und Ideen ausleben können, werden Krippen und Vogelhäuser gezimmert, aber auch Fensterbilder und andere kleine Schmuckstücke gefertigt.

Auf dem Dorfplatz wurde der Fußballbegeisterung der Eicherscheider Kinder und Jugendlichen Tribut gezollt. Inmitten unseres schönen Ortes können sich die Kids mit dem runden Leder so richtig austoben. Die Gemeindearbeiter sorgen stets für optimale Schnittlänge des Rasens.

Zahlreiche private Treffs (Grüne Bude…) sorgen dafür, dass jedes Kind und jeder Jugendliche Sinnvolles mit seiner Freizeit anzufangen weiß.